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Eine große, kleine Veränderung

Joanna Skiba hat die Leitung der katholischen Kindertageseinrichtung St. Josef in Attendorn übernommen

A T T E N D O R N . Wie gelangt man in den Erzieherberuf? Viele hegen schon früh den Wunsch, beruflich mit Kindern zu arbeiten. Für Sie steht nach dem Schulabschluss der berufliche Weg in die Kita fest. Dass es aber auch anders und keinesfalls schlechter laufen kann, beweist Joanna Skiba. Sie ist die neue Leiterin der katholischen Kindertageseinrichtung St. Josef in Attendorn.

Eigentlich wollte Joanna Skiba mit Bunsenbrennern, Reagenzgläsern und chemischen Stoffen arbeiten. „Ich habe zunächst drei Jahre als Chemielaborantin gearbeitet“, verrät die 49-jährige von ihren beruflichen Anfängen. Allerdings hat sie diese Arbeit nicht erfüllt. „Ich wollte in den sozialen Bereich wechseln und habe eine Ausbildung zur Kinderpflegerin absolviert.“

Für die nächsten anderthalb Jahrzehnte arbeitete Joanna Skiba in der Kinderpflege. „Das neue KiBiz-Gesetz ermöglichte mir dann aber eine nebenberufliche Weiterbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin“, sagt die Mutter von zwei Kindern. „Als ausgebildete Erzieherin wechselte ich dann in die Kita St. Josef.“

Wie am ersten Schultag

Wenn sie gefragt wird, warum sie in diesen Bereich gewechselt ist, muss Joanna Skiba nicht lange überlegen. „Kinder haben eine Gelassenheit, die uns Erwachsenen abhanden gekommen ist“, antwortet sie prompt. „Ihre Eigenschaft, die Dinge gelassen zu nehmen, verblüfft mich immer wieder und hilft mir auch im Alltag.“

In der Kita St. Josef hat Joanna Skiba schon früh die Aufgaben der stellvertretenden Leitung übernommen. Rückblickend wertet sie diesen Schritt als eine wertvolle Erfahrung. „Auf dieser Position konnte ich mir einen Überblick über die vielen organisatorischen Belange einer Kita verschaffen“, erzählt sie. „Dadurch konnte ich nicht nur wichtige Kontakte zur Gemeinde und den Eltern knüpfen, sondern auch den Träger gut kennenlernen.“

Ihr Wechsel auf die Stelle als Leitung ist für sie auch ein Zeichen der Sicherheit gegenüber der Pfarrgemeinde, dem Träger, den Eltern und den Mitarbeitern. „Gerade für die Eltern ist es sehr wichtig, dass sie der Kita-Leitung vertrauen“, macht sie deutlich. Das sei vor allem für den gegenseitigen Austausch wichtig. „Wir haben den Auftrag, die Eltern in der Erziehung und Förderung der Kinder zu unterstützen“, hält die neue Leitung fest. „Daher muss der Austausch zwischen uns und den Eltern funktionieren - sei es beim geplanten Elterngespräch, beim spontanen Austausch zwischen Tür und Angel oder per E-Mail oder Telefon.“

Der Wechsel auf die Position der Leitung habe ihr Aufgabenfeld enorm wachsen lassen, sagt Joanna Skiba. „Ich habe jetzt eine andere Sichtweise auf die verschiedenen Arbeitsbereiche und Aufgaben“; sagt sie. „Aber dank der guten Einarbeitung durch meine Vorgängerin und der Regionalleitung, war ich auf Vieles vorbereitet.“

Ihre ersten Tage als Leitung fühlten sich für Joanna Skiba an, wie der erste Schultag. „Wenn ich morgens in das Büro gekommen bin, habe ich zu mir gesagt: ‚Nun geht der Ernst des Lebens los.‘“, erzählt sie. Das haben ihre Kolleginnen auch mitbekommen. „Sie mussten so sehr lachen, dass ich das in meinem Büro gehört habe“, erinnert sich die neue Leitung.

Zu ihren pädagogischen Schwerpunkten gehört, neben der Entwicklung der frühkindlichen Motorik, auch das Erlernen der sozialen Kompetenz. Dabei kommt in der Kita z. B. die Handpuppe „FINN“ zum Einsatz. „An Finn lernen die Kinder den sozialen Umgang miteinander“, sagt die neue Leitung. „Das ist auch ein wichtiger religionspädagogischer Aspekt bei uns als katholische Einrichtung.“ Christliche Tugenden, wie Nächstenliebe und die Achtung und den Respekt gegenüber allen Lebensformen, können somit altersgerecht vermittelt werden.

Ebenso gehören Gebete und Bibelgeschichten zum Kita-Alltag dazu. „Der Sauerländer Dom nur hundert Meter von der Einrichtung entfernt“, sagt Joanna Skiba. „Daher haben wir auch schon Wortgottesdienste dort gefeiert.“ Das Konzept wird durch weitere religionspädagogische Angebote abgerundet.

Da mit Joanna Skiba eine bekannte Mitarbeiterin die Leitung übernommen hat, ist der Wechsel für die Einrichtung keine große Veränderung. Für sie selbst war die Veränderung hingegen ungleich größer. „Der Wechsel auf die Stelle der Leitung hat mir gezeigt, wie umfangreich die Aufgaben sind, die auf mich zukommen“, sagt sie, fügt aber hinzu. „Ich fühle mich diesen aber gut gewachsen. Wir sind hier ein eingespieltes Team, in dem sich alle aufeinander verlassen können.“ Joanna Skiba ist optimistisch und sicher, dass die Kita St. Josef in Attendorn noch viele Generationen von Kindern auf deren ersten Schritte ins Leben begleiten wird. Ganz nach Leitsatz der Kita: „Lasset die Kinder zu mir kommen“.

 


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