Katholische Kitas im Erzbistum Paderborn
Katholische Kindertageseinrichtungen Siegerland-Südsauerland gGmbh
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Leitlinien

Kernauftrag der katholischen Kindertageseinrichtungen-Gesellschaften im Erzbistum Paderborn

Wofür sind die Trägergesellschaften da?

Die Trägergesellschaften bieten den katholischen Pfarrgemeinden im Erzbistum Paderborn die Möglichkeit, die Betriebsträgerschaft ihrer Tageseinrichtung an die Gesellschaft zu übertragen. Damit erreichen sie eine deutliche Entlastung bei administrativen Aufgaben. Zugleich reduzieren sie einen großen Teil des aus der Betriebsführung resultierenden Trägerrisikos. Sie haben jedoch auch in Zukunft nicht nur die Möglichkeit, sondern auch die Aufgabe, die pastorale und damit die pädagogische Arbeit der jeweiligen Tageseinrichtung inhaltlich mit den Anliegen und Projekten der Pfarrgemeinde zu koordinieren.

Insofern sind und bleiben die katholischen Kindertageseinrichtungen wichtige Orte gelebten Glaubens.

Als Familien unterstützende Bildungseinrichtungen haben sie herausragende Bedeutung für das gesellschaftliche und kirchliche Leben.

Vor dem Hintergrund der staatlichen Gesetze und der diözesanen Vorgaben orientieren sie sich an den Anliegen und Bedarfen im konkreten Lebensraum.

Unsere Tageseinrichtungen für Kinder folgen einem umfassenden Bildungsverständnis und erschließen differenzierte Weltzugänge. Sie bilden, erziehen und betreuen Kinder und unterstützen Eltern in ihrem Erziehungsauftrag. Sie bieten Familien bei deren Suche nach der für sie geeigneten Gestaltung von Erziehung und Familienleben Orientierung, Unterstützung und Anregung.

Alle finanziellen Mittel dienen zur Erfüllung des Kernauftrags und zur Sicherung der Qualität in unseren Kindertageseinrichtungen.

An wen wendet sich das Angebot?

Unsere Kindertageseinrichtungen wollen vor allem katholische Familien ansprechen. Sie stehen aber auch Eltern und Kindern anderer Konfessionen und Glaubensrichtungen offen, die sich für unsere katholische Ausrichtung und die entsprechende Ausgestaltung der pädagogischen Praxis entscheiden.

Christliches Menschenbild

Unsere pädagogische Arbeit wie unser gesamtes Handeln in der jeweiligen Trägergesellschaft basieren auf dem christlichen Menschenbild und somit auf der unbedingten und je einmaligen Würde jedes Menschen. In der Personenwürde gründen die Rechte der Kinder, insbesondere ihr Recht auf ganzheitliche Bildung und Erziehung, also auf Befähigung zu einem selbständigen und eigenverantwortlichem Leben, um in wachsendem Maße Kirche und Gesellschaft mitgestalten zu können.

Mit den Kindern werden ihrem Entwicklungsstand angemessene Formen der Teilhabe gepflegt.

Unser Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsverständnis

Bildung verstehen wir in erster Linie als Eigenaktivität des Kindes. Es bildet sich selbst, indem es seine Beziehung zu sich selbst, zu seinen Mitmenschen, zur Welt und zu Gott gestaltet. Dabei bedarf das Kind der pädagogischen Führung, die als planmäßiges und reflektiertes Handeln die die für den Selbstbildungsprozess des Kindes förderlichen Rahmenbedingungen gestaltet.

Betreuung bezeichnet die Gestaltung der persönlichen Beziehungen zu den Kindern sowie deren Unterstützung, Zuwendung und Versorgung.

Der zentrale Weg der Kinder, sich die Welt anzueignen, ist das Spiel. Aus diesem Verständnis eröffnen wir den Kindern Bildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten. Das umfasst auch, mit ihnen unterschiedliche Zugänge zu ihrer Umwelt zu erschließen.

Grundprinzipien unserer pädagogischen Arbeit sind:

  • ganzheitliches Bildungsverständnis
  • Bildungsgerechtigkeit
  • Partizipation und Integration
  • individuelle Förderung
  • Leben in der Gemeinschaft
  • Erziehungspartnerschaft mit den Eltern
  • Gestaltung von Raum und Zeit

Mitarbeiter/innen

Die Umsetzung des Bildungs- und Erziehungsauftrags unserer Kindertageseinrichtungen setzt eine kontinuierliche Qualifizierung der pädagogischen Fachkräfte voraus.

Religionspädagogische Arbeit erfordert neben fachlichen Kenntnissen auch persönliche Auseinandersetzung mit dem Glauben und der eigenen Beziehung zur Kirche.

Die Trägergesellschaften fördern diese Professionalität ihrer Mitarbeitenden.

Kooperationen

In unseren Tageseinrichtungen sollen vorrangig Kooperationsleistungen katholischer Träger eingebunden werden. Andere Kooperationspartner kommen in Frage, wenn sie sich in den inhaltlich-konzeptionellen Rahmen unserer Kindertageseinrichtungen einfügen, ohne die kirchliche Gesamtausrichtung zu verwischen.

Qualitätsmanagement

Unsere Kindertageseinrichtungen sind lernende Organisationen, die ihre Qualität fortlaufend und systematisch weiterentwickeln.

Quellen

  • Welt entdecken, Glauben leben - Zum Bildungs- und Erziehungsauftrag katholischer Kindertageseinrichtungen
  • Gott und den Menschen nahe - Das Profil katholischer Kindertageseinrichtungen
  • Leitlinien für katholische Tageseinrichtungen für Kinder im Erzbistum Paderborn
  • Gesetzestexte der Kinder- und Jugendhilfe
  • Gesellschaftervertrag der Trägergesellschaft

Schwerpunktthema: Elternmitarbeit in Kitas

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Katholische Kindertageseinrichtungen in Trägerschaft gem. GmbHs im Erzbistum Paderborn